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-   Meldungen
Deutscher Wetterdienst: Neue Aufgaben für GaLaBau  

Der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Dr. Paul Becker, sieht viele neue Aufgaben für den GaLaBau. Nach seiner Auffassung werden Grünflächen bei der Anpassung der Städte an den Klimawandel eine wichtige Rolle spielen. So hätten geeignete Grünzüge im Stadtrandbereich die Funktion von Ventilationsbahnen für die Zufuhr von Kaltluft. Grünflächen in der Stadt könnten an Hitzetagen den Wärmeinsel-Effekt der Stadt vermindern. An Tagen mit hoher Wärmebelastung kämen solche Grünflächen den Stadtbewohnern als kühlere Ausgleichsflächen zugute. Bei nasser Witterung reduzierten sie den Niederschlagsabfluss ins Kanalnetz.

 
GaLaBau braucht dringend Berufs- und Fachschullehrer 

Die Hochschulkonferenz Landschaft (HKL) schlägt Alarm: Dem Garten- und Landschaftsbau gehen die Berufs- und Fachschullehrer aus. Der bisher einzige Lehrstuhl in Deutschland, der ein Lehramtsstudium im Landschaftsbau anbietet ist an der Technischen Universität (TU) Berlin angesiedelt. Erfahrungsgemäß schließen dort pro Jahr weniger als zehn Studierende mit einem Master of Education (M. Ed.) ab. Zukünftig werden 50 Studienanfänger jährlich benötigt, um die in den kommenden Jahren ausscheidenden Lehrer zu ersetzen. Um zu dieser Zahl von Studienanfängern zu kommen, sind mindestens drei Hochschulen notwendig, die jeweils zwanzig Studierende ausbilden.

 
Kommunen gründen Verein für biologische Vielfalt 

Ökologisch engagierte Kommunen aus ganz Deutschland haben sich Anfang Februar in Frankfurt am Main zu einem Verein „Bündnis für biologische Vielfalt“ zusammengeschlossen. Die Gemeinden, Städte und Landkreise wollen Informationen zur biologischen Vielfalt austauschen sowie eine gemeinsame Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit gegenüber Bund, Ländern und Europäischer Union betreiben. Darüber hinaus sollen mit Hilfe des Bündnisses gemeinsame Aktionen und Projekte initiiert und koordiniert werden. Der neue Verein wird aus Mitteln des Bundesumweltministeriums bis 2014 von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unterstützt.

 
Wohnungsbau-Boom: Zusätzliche GaLaBau-Aufträge  

Der Wohnungsbau war und bleibt der Motor der deutschen Bauindustrie. 2011 stiegen die Umsätze um über 14 Prozent. Für dieses Jahr erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), dass die Branchenumsätze um sechs Prozent zulegen. Die anhaltende Unsicherheit auf den Kapitalmärkten und das ansteigende Interesse ausländischer Investoren an deutschen Immobilien lenken Kapital in die Branche. „Der Wohnungsbau steht momentan auf der Sonnenseite“, erklärte Bauindustriepräsident Prof. Thomas Bauer auf der Jahresauftaktpressekonferenz in Berlin. Dem Garten- und Landschaftsbau winken damit auch 2012 zusätzliche Aufträge für Außenanlagen.

 
Öffentliche Private Partnerschaften besser als ihr Ruf 
Öffentliche Private Partnerschaften (ÖPP) sind besser als ihr Ruf. Das hat eine vom Bundesbauministerium in Auftrag gegebene Umfrage bei Auftraggebern und Nutzern der bis Herbst 2010 realisierten ÖPP-Neubauprojekte ergeben. 32 Prozent der Nutzer attestierten ÖPP-Projekten im Vergleich zu konventionell realisierten Projekten eine „wesentlich bessere“ oder „bessere“, weitere 13 Prozent immerhin eine „vergleichbare“, nur 12 Prozent eine „schlechtere“ oder „wesentlich schlechtere“ Qualität und Funktionalität. Die Auftraggeber bewerteten die ÖPP-Projekte sogar zu 40 Prozent mit den Noten „wesentlich besser“ oder „besser“. 43 Prozent halten sie für „vergleichbar“, nur 8 Prozent für „schlechter“.
 
Floriade erstmals an deutsch-niederländischer Grenze 

Die Floriade, eine der bedeutendsten Gartenschauen der Welt, wird in diesem Jahr erstmals in ihrer über 50-jährigen Geschichte direkt an der deutsch-niederländischen Grenze stattfinden. Die Veranstaltung, die alle zehn Jahre in den Niederlanden ausgerichtet wird, öffnet am 5. April ihre Tore in Venlo. Die Veranstalter erwarten mehr als zwei Millionen Besucher, davon allein 800.000 aus Deutschland. 40 internationale Teilnehmer zeigen auf dem 66 Hektar großen Gelände außergewöhnliche Themengärten und Pavillons sowie spannende Architektur. Neben China, Indonesien, Spanien, Sri Lanka und der Türkei präsentiert sich auch das Land Nordrhein-Westfalen mit einem Pavillon. 

 
Bücherei des Deutschen Gartenbaues ist 75 Jahre alt 

Wie die Bücherei des Deutschen Gartenbaues jetzt mitteilte, hat sie im August ihr 75-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Bibliothek wurde am 28. August 1936 in Berlin gegründet. Sie führte sämtliche Monographie und Zeitschriften aus den Beständen des Reichsverbandes für den Gartenbau (RVG), der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst (DGfG) und der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft (DGG) zusammen. Mit rund 40.000 Bänden war sie bei ihrer Gründung die viertgrößte Sammlungen an Gartenliteratur weltweit und die bedeutendste auf dem europäischen Kontinent. Zunächst richtete sie am Schlieffenufer in Berlin-Tiergarten ein, zog dann in die Schlüterstraße, nahe dem Kurfürstendamm.

 
Deutschlands Rote Liste 2020 entsteht im Internet 

Rote Listen dokumentieren in Abständen von zehn Jahren die Veränderungen der Gefährdung der Arten, zeigen Verschlechterungen aber auch Erholungen von Artbeständen an. Seit letztem Monat arbeiten der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem an der Vorbereitung von Deutschlands Roter Liste 2020. Erstmals werden sämtliche Arbeitsprozesse komplett ins Internet gebracht, die früher zeitintensiv vom Notizblock über den Karteikasten, das Manuskript und die Buchpublikation abliefen. Ziel der Botaniker ist es, die Rote Liste auf ein neues organisatorisches Fundament zu stellen, um die Erstellungsprozesse und die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Länder- und Bundesbehörden und im Naturschutz Tätigen zu optimieren.

 
Forschungsinitiative nimmt grüne Themen ins Visier 

Die von der Bundesregierung getragene Forschungsinitiative ZukunftBau will sich künftig verstärkt grünen Themen widmen. Das haben das federführende Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) angekündigt. Die vor fünf Jahren ins Leben gerufene Initiative soll die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bauwesens im europäischen Binnenmarkt stärken und Defizite bei Innovationen beseitigen helfen. Bislang werden aus ihren Mitteln vor allem Forschungsprojekte zur Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich oder zu neuen Materialien finanziert.

 
DBG zieht nach Bad Godesberg 
Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) zieht um. Ab dem 1. Dezember residiert sie in Bonn-Bad Godesberg. In einer rosafarbenen Villa aus dem 19. Jahrhundert mit einem kleinen Garten fand sich mehr Platz für die Büroräume als in dem bisher genutzten Bürohaus nahe der früheren SPD-Zentrale. Die DBG ist nun alleiniger Nutzer des Gebäudes. Bis zum Hauptstadtumzug war es die Botschaft von Uganda. Die neue Postadresse ist Dürenstraße 44, 53173 Bonn. Telefon- und Faxanschlüsse bleiben erhalten.
 
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