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Weniger Unfälle im Gartenbau
Besonders schwere Unfälle ereignen sich bei Arbeiten mit Heckenscheren, Baumaschinen und Motorsägen. Foto: Günther Richter/pixelio.de
Bei der Gartenbau-Berufsgenossenschaft waren in 2009 mehr Betriebe versichert als im Vorjahr. Dennoch sank die Zahl der gemeldeten Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten von 45.532 in 2008 auf 44.931 in 2009.

Über 25 Prozent der Unfälle ereigneten sich mit Maschinen, Anlagen oder Fahrzeugen und fast genauso viele im Zusammenhang mit Verkehrswegen und baulichen Anlagen. „Allein auf Verkehrswegen passierten 6.900 Unfälle“, so Frank Gutheil, der Leiter der Präventionsabteilung.

Mit den positiven Zahlen für 2009 ist auch die 1000-Mann-Quote von 58,1 auf 53,3 gesunken und liegt damit gut zehn Punkte unter den Werten vergleichbarer Branchen. Auch 2009 gab es nur wenige tödliche Arbeitsunfälle. Insgesamt zwölf Mal endete ein Arbeitsunfall tödlich. Im Vergleich zu 2008, in dem sich ebenfalls zwölf tödliche Unfälle im Bereich der Gartenbau-BG ereigneten, ist aber die Zahl der Unfälle, die in Verbindung mit der eigentlichen gärtnerischen Tätigkeit standen, von zehn auf acht gesunken. Bei den übrigen Unfällen handelte es sich um tödliche Verkehrsunfälle.

Besonders schwere Unfälle ereignen sich erfahrungsgemäß bei Arbeiten mit der Motorsäge. 2009 wurden insgesamt 442 Unfälle aus diesem Bereich angezeigt. Die Motorsäge wird damit am zweithäufigsten als Unfallursache bei den Maschinen genannt. Spitzenreiter sind wie auch in den Jahren zuvor die Heckenscheren, die in 902 Fällen zu Verletzungen führten. Bei den Baumaschinen ereignen sich die meisten Unfälle bei der Arbeit mit Baggern. 364 Unfälle wurden hier angezeigt und 235 mit Ladern.

Die Präventionsarbeit des Unfallversicherungsträgers beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Verhütung von klassischen Arbeitsunfällen. Im Visier der Präventionsexperten stehen auch Berufskrankheiten, die nach dem Gesetz Arbeitsunfällen gleichstehen. 841 Fälle wurden in 2009 angezeigt; etwas mehr als 2008 (820). Als Ursachen für die berufsbedingten Erkrankungen wurden an erster Stelle, nämlich 236 Mal, Hauterkrankungen und Allergien genannt. In 152 Anzeigen war Lärm der Grund einer Erkrankung.

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