Donnerstag, 9. September 2010 Schrift: Schriftgröße: Normal Schriftgröße: Grö�er
-   INFORMATIONEN | MEINUNGEN | BERICHTE
Der GaLaBau wählt in Schwerin eine neue Verbandsspitze
Schweriner Panorama (v.l.n.r.): Das Schloss der mecklenburgischen Herzöge, das Mecklenburgische Staatstheater, das Staatliche Museum und der Dom St. Maria und St. Johannes. Foto: BUGA Schwerin 2009
Mit einem umfangreichen Arbeitsprogramm trifft sich der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) vom 10. bis zum 13. September zu einem Verbandskongress in Schwerin. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Wahl des Verbandspräsidenten, seiner Stellvertreter und mehrerer Präsidiumsmitglieder. Hinzu kommen drei öffentliche Fachtagungen mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Impulsreferaten. Erwartet werden etwa 180 Teilnehmer.

Präsidenten- und Vizepräsidentenwahl

Die Amtszeit des bisherigen ersten Landschaftsgärtners, Hanns-Jürgen Redeker, ist nach vier Jahren abgelaufen. Auf dem Verbandskongress kann er sich für eine zweite, auf zwei Jahre begrenzte, Amtsperiode erneut zur Verfügung stellen. Neugewählt werden müssen seine Stellvertreter. Die Vizepräsidenten Monika
Der GaLaBau wählt in Schwerin eine neue Verbandsspitze
Tritt nicht mehr für das Präsidium an:
BGL-Vizepräsident Ernst Meerkamp.
Fotos: BGL
Ferchland und Ernst Meerkamp können nach jeweils sechs Jahren im Amt nicht mehr wiedergewählt werden. Das gleiche gilt für das Präsidiumsmitglied Egon Schnoor, der zugleich Vorsitzender des BGL-Tarifausschusses ist. Sollten die neuen Vizepräsidenten aus den Reihen des Präsidiums kommen, müssten auch diese Positionen neu verteilt werden.

In einem nicht öffentlichen Teil des Verbandskongresses werden sich die Delegierten der GaLaBau-Landesverbände mit dem Haushalt des Bundesverbandes beschäftigen. Zudem stehen verschiedene organisatorische Fragen auf der Tagesordnung.

Politischer Festvortrag

Festredner der Veranstaltung ist der frühere Landwirtschaftskommissar der Europäischen Union, Dr. Franz Fischler, der seit 2005 Präsident des Think Tanks „Ökosoziales Forum Europa“ ist. In einem Vortrag zum Thema „Europa – Chancen und Risiken im 21. Jahrhundert“ will der Politiker für neue Ansätze in der europäischen Wirtschafts- und Umweltpolitik vorstellen. Fischler denkt dabei an zusätzliche staatliche Leistungen bei der Planung, beim Bau und der Pflege von Landschaft. Die Mehrleistungen sollen durch eine europäische Entwicklungspolitik unterstützt und gefördert werden.

Der oberste Repräsentant des Benediktinerordens, Abtprimas Notker Wolf, will noch am Eröffnungstag eine kritische Bestandsaufnahme der Mentalität in Deutschland wagen. Den Bundesbürgern wirft er vor, sie hätten geradezu „Lust, sich schwer zu tun“ und zu jammern. Sie sollten sich besser auf ihre persönlichen Fähigkeiten und Stärken besinnen und ehrgeizig daran arbeiten, in der Welt an der Spitze zu stehen. „Wir brauchen den Mut und die Lust“, appelliert er, „etwas zu tun und nicht immer nur zu warten.“ Wolf lehnt es ab, Lösungen stets vom Staat zu erwarten. Kreativität, Erfindergeist, Strebsamkeit und weniger Egoismus seien die probateren Mittel, auch in einer Krise.

Chancen durch Neuromarketing

Marketingkonzepte für die Praxis wird der Neurologe Prof. Dr. Christian E. Elger vom Universitätsklinikum Bonn präsentieren. Die Hirnforschung hat in den vergangenen Jahren mit Hilfe der Kernspintomografie neue Ergebnisse erzielt. Sie können zum Teil konkret beantworten, welche Werbung beim Kunden verfängt und welche nicht. Ob man deshalb von einem „Neuromarketing“ sprechen kann, will Elger kritisch analysieren.

Der GaLaBau wählt in Schwerin eine neue Verbandsspitze
Für neue Ansätze in der Wirtschafts-
und Umweltpolitik plädiert Festred-
ner Dr. Franz Fischler, früher EU-
Kommissar in Brüssel.
Den neurologischen Vortrag greift der Dozent für Dialogmarketing, Arne Friedrich, auf. Auf der Fachtagung I, „WWW – wie Werbung wirkt“, spricht er über Faktoren des Werbeerfolgs und wie man sie verändern kann. Wie das Gehirn „tickt“ können die Teilnehmer der Veranstaltung in praktischen Experimenten erleben. Die Fachtagung II, „Nachhaltige Stadtentwicklung 2020“ beschäftigt sich in einer Podiumsdiskussion mit den „weichen Standortfaktoren“ großer Städte. In der Dienstleistungsgesellschaft gewinnen neben den harten, wirtschaftlichen Faktoren zunehmend kulturelle und emotionale Einflussgrößen bei Unternehmensansiedelungen an Bedeutung. Die Diskussion moderiert der Leiter der ZDF „umwelt“-Redaktion Volker Angres. Auf der Fachtagung II geht es um das Lieblingskind der Landschaftsgärtner, die privaten Hauseigentümer. „Stilvollen Hausgarten trotz(en) der Finanzkrise“: Das hat sich im zweiten Quartal 2009 als besonders richtig herausgestellt und soll nun von der britischen Landschaftsarchitektin Heidi Howcroft näher untersucht werden.

Kollegengespräche am Abend

Der Kongress ist zugleich eine Plattform berufsständischer Leistungen und dient dem kollegialen Austausch. So werden am 12. September jene GaLaBau-Betriebe geehrt, die sich im Rahmen der landschaftsgärtnerischen Wettbewerbe zur Bundesgartenschau in Schwerin platziert haben. Ermittelt werden auch die Sieger des bundesweiten Nachwuchswettbewerbs „GaLaBau-Cup“. Viele interessante Gespräche werden auf den vom BGL organisierten Abendveranstaltungen erwartet. Am Eröffnungsabend findet ein „Landschaftsgärtner-Treff“ statt. Am Freitag ziehen die Landschaftsgärtner und ihre Gäste in das Weinhaus Uhle zu „Snacks ut Mecklenborg“. Kurz vor Toresschluss gibt es in der Orangerie des Schweriner Schlosses ein warm-kaltes Buffet mit Blick auf den See. Das Beste kommt zum Schluss: Am Sonntag führt der Mecklenburg-Vorpommersche GaLaBau-Verband über die prachtvollen Anlagen der Bundesgartenschau. cm

SERVICE
Aktuelle Ausgabe
Aus dem Inhalt
Unternehmens-Insolvenz als Chance?
Kosten von der Skizze bis zum Nachtrag kalkulieren
Bauzeitenplan als Steuerungsinstrument in der Bauablaufplanung
Marketing - vier Seiten der gleichen Medaille
Integration von "mobilen" Arbeitsplätzen in technologisch optimierte Unternehmensabläufe
mehr...
GaLaBau-Wissen
GaLaBau Wissen
„Es klappert die Mühle…“ – Teil 2
Noch immer klappert die Mühle am rauschenden Bach. Bevor Wasser fließen kann, muss erstmal das Bachbett abgedichtet werden. Im ersten Artikel habe ich schon die verschiedenen Möglichkeiten genannt. Für uns kam nur die Variante „Folie“ in Frage. 
mehr...
Alle Artikel

Patzer Verlag Berlin Hannover
Koenigsallee 65, 14193 Berlin, Tel.: 030 - 89 59 03-0  | Alter Flughafen 15, 30179 Hannover, Tel.: 0511 - 674 08-0 
 

AktuellesAboShopMediadatenKontakt | Verlag | TerminkalenderBaubörse | Leistungs- und Lieferverzeichnis | Archiv | Links | Newsletter 

Copyright 2008 Patzer Verlag GmbH & Co. KG   Impressum anmelden