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Im Plus: GaLaBau entwickelt sich besser als erwartet
Hat gut zu tun: Der deutsche Garten- und Landschaftsbau. Foto: Neue Landschaft
Die große Talfahrt ist ausgeblieben. Die wirtschaftliche Lage des Garten- und Landschaftsbaus hat sich im vergangenen Jahr deutlich besser entwickelt als zum Saisonstart befürchtet. Nach einer Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) im dritten Quartal 2009 meldete fast ein Drittel (30,25%) der befragten GaLaBau-Betriebe, ihre Auftragslage sei besser als zur gleichen Zeit im Vorjahr.

Besonders gut in Rheinland-Pfalz

Annähernd die Hälfte (44,68%) der Unternehmen meinte, die Lage sei gleich geblieben. Nur ein Viertel der befragten GaLaBau-Betriebe (25,06%) bewertete die Auftragslage als schlechter. Besonders gut geht es den Landschaftsgärtnern in Rheinland-Pfalz und im Saarland (54,17% bessere Auftragslage), in Schleswig-Holstein (52% bessere Auftragslage) sowie in Bayern (39,8% bessere Auftragslage). Größere Klagen kommen lediglich aus Hamburg (50% schlechtere Auftragslage) und Sachsen-Anhalt (45,45% schlechtere Auftragslage).

Die große Mehrheit der Befragten beurteilt die Aussichten der eigenen Firmen deshalb positiv. 4,67% der GaLaBau-Betriebe benoten sie mit „sehr gut“ (2008: 5,57%), 46,43% als „gut“ (2008: 43,47%) und 36,19% halten sie für immerhin „befriedigend“ (2008: 41,24%). Die Unterschiede der Bundesländer spiegeln sich auch in diesem Bereich wieder, allerdings gibt es kaum Nennungen bei den ganz schlechten Bewertungen. Damit stellen sich für 87,29 Prozent (2008: 90,28 Prozent) der Befragten die eigenen Firmenperspektiven in diesem Jahr positiv dar.

87,87 Prozent sind optimistisch

Gute Noten gibt es auch für die Zukunftsaussichten der gesamten Branche. 87,87 Prozent der befragten GaLaBau-Unternehmen beurteilen sie als positiv (2008: 88,55 Prozent). Gegenüber dem April 2009 stieg die Zuversicht in die Branchenperspektiven um 5,59%. Damals erwarteten lediglich 82,28 Prozent der Betriebe ein gutes GaLaBau-Jahr. Zwar vergaben bei der Umfrage im Oktober 2009 nur 1,47 Prozent der Betriebe die Note „sehr gut“ für die Zukunftsaussichten des grünen Berufsstandes (2008: 1,80 Prozent). Insgesamt 51,47 Prozent beurteilen die Aussichten aber als „befriedigend“ (2008: 52,54 Prozent) und mit 34,93 Prozent halten über ein Drittel der Befragten die Zukunftsperspektiven der grünen Branche für „gut“ (2008: 34,21 Prozent).

Die Lage bei den Preisen zeigt sich durchwachsen. Bei den kommunalen Auftraggebern stellten 31,47% der befragten GaLaBau-Unternehmer fest, dass sich nur geringere Preise erzielen ließen, bei 63,41% gleiche Preise und nur bei 5,12% bessere Preise. Genau umgekehrt war die Lage bei den Gartenbesitzern. Dort konnten 22,11% der GaLaBau-Firmen bessere Preise durchsetzen, 64,78% gleiche Preise. Bei Gewerbe und Industrie bleibt an der Preisfront zumeist alles beim alten: 68,86% vermekrten gleiche Preise wie früher, 26,17% geringere Preise. Höhere Preise konnten in diesem Segment nur 5,12% der GaLaBau-Betriebe erreichen. Durch Preiserhöhungen bei vielen Materiallieferungen gab es für die meisten Firmen allerdings kaum eine Renditeverbesserung.

Mehr Mitarbeiter eingestellt

Entsprechend der insgesamt guten wirtschaftlichen Lage haben die Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus bis Oktober 2009 mehr Mitarbeiter eingestellt als sie entlassen haben. Nur 2,29% der Betriebe stellten auf Kurzarbeit um, 97,71% entschieden sich dagegen. In Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt sowie Rheinland-Pfalz und Saarland gab es keinen einzigen Betrieb, der auf Kurzarbeit ging.

Der Garten- und Landschaftsbau hat damit erneut seine Unabhängigkeit von der Baukonjunktur bewiesen. Im gesamten Bauhauptgewerbe gingen im dritten Quartal die Odereingänge um 3,9% zurück. Im Wirtschaftsbau waren es nominal -12,6%, im September sogar -17,0%. Beim Wohnungsbau lag der Auftragseingang mit nominal gerade 1,3% im Plus, im öffentlichen Bau wegen der gestiegenen Nachfrage im Straßenbau bei nominal +7,3%. cm

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