| Die Verschönerung des eigenen Zuhauses, Balkons oder Gartens steht in Deutschland ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für das neue Jahr. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Bosch Power Tools will sich jeder Zweite (50 Prozent) dieses Jahr darum kümmern.
Sport und Hobby deplaziert
Alle anderen Vorsätze liegen weit dahinter. Auf den Plätzen zwei und drei des „Vorsatz-Checks 2012“ stehen „Mehr Sport treiben“ (45 Prozent) und „Mehr Zeit für’s Hobby nehmen“ (42 Prozent). Jede vierte Frau (25 Prozent) möchte im kommenden Jahr eine Diät starten, unter den Männern nimmt sich das knapp jeder Zehnte vor (12 Prozent). Der feste Plan, 2012 mit dem Rauchen aufzuhören, ist vor allem in der Generation U30 (22 Prozent) verbreitet. Schlechte Erfahrung mit Vorsätzen haben möglicherweise 18 Prozent der Deutschen gemacht: Sie nehmen sich für das neue Jahr nichts explizit vor.
Die Rangordnung der guten Vorsätze spiegelt sich auch in den wichtigsten Do-it-yourself-Projekten für 2012 wider. Auch dort liegen Balkon, Garten und Terrasse auf Platz eins (53 Prozent), Platz zwei belegen die Wände (48 Prozent). Dem Projekt „Bilder aufhängen“ möchten sich 32 Prozent der Deutschen widmen. Nur 26 Prozent der Befragten planen, neue Möbel aufzubauen, und nur jeder Fünfte (19 Prozent) will sich der Reparatur oder Restauration vorhandener Möbel annehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die gefassten Vorsätze wahr werden, ist hoch. Denn fast jeder fünfte Bundesbürger (19 Prozent) plant, in den nächsten zwölf Monaten weniger zu sparen. So das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland.
Gartentrends 2012 präsentiert
Das geschäftliche Potenzial der Umfrageergebnisse wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass 54 Prozent der deutschen Haushalte Zugang zu einem Garten haben. Bei den Besserverdienenden ab 3.000 Euro Monatseinkommen sind es sogar 72 Prozent. Diese Daten präsentierte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf einem Forum des Industrieverbandes Garten (IVG) im November.
Auf der gleichen Veranstaltung benannte die GfK auch die Trends für den Gartenmarkt 2012. Gartenkonsumenten legen danach immer mehr Wert auf Qualität. 54 Prozent von ihnen erklären, dass sie bei Gartenentscheidungen vor allem auf diesen Faktor achten. Nur 46 Prozent sehen den Preis an erster Stelle. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Vertrauen in Marken.
Vor allem besser verdienende Kunden wollen sich im Garten weiter häuslich einrichten. Zum „Outdoor Living“ wünschen sie schicke Sitzecken, Grillplätze und Spielbereiche für ihre Kinder. Dafür sind sie gerne bereit, Premium-Produkte zu erwerben oder einbauen zu lassen.
Ältere verlangen Nachhaltigkeit
Die wachsende Gruppe der Über-60-Jährigen erwirbt nicht nur die meisten Pflanzen (54% aller Pflanzenkäufe), sondern achtet besonders auf Nachhaltigkeit. Sie verlangt mehr Fürsorge für die natürliche Umwelt. Bei Holz und anderem Mobiliar im Außenbereich schaut sie nach dem Herkunftsland. Wichtig für ältere Gartenkunden sind auch Nutzgärten. Gärten ohne Obst und Gemüse gibt es laut GfK in Deutschland immer weniger: 2006 wurden davon noch 41 Prozent registriert, 2008 waren es 40 Prozent, 2001 lediglich 38 Prozent. Stattliche 62 Prozent der Gärten verfügen inzwischen über einen Nutzgartenanteil.
Wichtigste Informationsquelle der Gartenkunden ist unverändert das soziale Umfeld. Zwei Drittel der Kunden richten sich nach den Empfehlungen von Personen ihres Vertrauens. Nur ein Drittel der Konsumenten entscheidet sich nach Expertenmeinungen, Testberichten oder redaktionellen Beiträgen in Publikumszeitschriften. Dabei gewinnt das Internet als Informationsquelle auch im Gartenmarkt an Bedeutung. Im vergangenen Jahre wurde bei Google in Deutschland jeden Monat durchschnittlich 5 Mio. Mal unter dem Stichwort „Garten“ gesucht. Knapp die Hälfte wollte es genauer wissen, 246.000 Mal wurde der Begriff „Garten und Landschaftsbau“ in die Suchmaske eingegeben, 110.000 Mal das Stichwort „Gartenbau“. cm
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