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Garten- und Landschaftsbau startete gut ins Jahr
Über ein Drittel der GaLaBau-Unternehmen beurteilt seine Auftragslage besser als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Foto: BGL
Daumen nach oben: Der Garten- und Landschaftsbau ist gut ins Jahr gestartet. Viel spricht dafür, dass sich die wirtschaftliche Lage der Branche auch in diesem Jahr positiv entwickelt. Nach einer Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) im April 2010 beurteilt über ein Drittel (37,03%) der befragten GaLaBau-Unternehmen seine Auftragslage besser als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Das sind 6,78 Prozent mehr als bei der Vorgängerumfrage im Oktober 2009. 

Der Osten holt auf

Deutlich gesunken ist die Anzahl der befragten GaLaBau-Betriebe, die melden, dass die Auftragslage schlechter geworden sei. Nur noch etwas über ein Achtel (13,51%) der Firmen klagt über zu wenig Arbeit. Im vergangenen Oktober war es noch ein Viertel (25,06%) gewesen. Fast die Hälfte (49,46%) der Unternehmen meint, die Lage sei gleich geblieben. Der Anteil erhöhte sich seit Oktober 2009 um 4,78 Prozent.

Besonders gut geht es den Landschaftsgärtnern in Sachsen-Anhalt (70% bessere Auftragslage), in Sachsen (45,95% bessere Auftragslage) sowie in Berlin und Brandenburg (42,55% bessere Auftragslage). Größere Klagen kommen nur aus Mecklenburg-Vorpommern (46,15% schlechtere Auftragslage) und Hessen-Thüringen (23,61% schlechtere Auftragslage). In Hamburg, wo noch im Oktober letzten Jahres die Hälfte der GaLaBau-Betriebe über eine verschlechterte Auftragslage klagten, sank die Anzahl der Firmen, die weniger Arbeit haben, auf 22,92 Prozent.

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Besonders gut geht es den Landschaftsgärtnern in Sachsen-Anhalt und in Sachsen, in Berlin und in Brandenburg.
Quelle: BGL, Grafik: Neue Landschaft
 
87,43 Prozent optimistisch

Die Bewertung der Zukunftsaussichten des Garten- und Landschaftsbaus haben sich deshalb auf einem hohen Niveau stabilisiert. 87,43 Prozent der befragten GaLaBau-Unternehmen beurteilen die Perspektiven der Branche positiv (Oktober 2009: 87,87%). 1,62 Prozent der Firmen geben den Branchenaussichten die Note „sehr gut“ (2009: 1,47%), 32,16 Prozent halten die Perspektiven für „gut“ (2009: 34,93%) und 53,65 Prozent urteilen mit „befriedigend“ (2009: 51,47%).

Auch die Aussichten der eigenen Firma werden von einer großen Mehrheit der Befragten positiv beurteilt. 4,01 Prozent der GaLaBau-Betriebe benoten sie mit „sehr gut“ (Oktober 2009: 4,67%), 46,46% als „gut“ (2009: 46,43%) und 39,79 Prozent mit immerhin „befriedigend“ (2009: 36,19%). Damit stellen sich für 90,26 Prozent der Befragten die eigene Firmenperspektive in diesem Jahr positiv dar. Im Oktober 2009 meinten das nur 87,29 Prozent.

Preisfront weiter durchwachsen

Die Lage an der Preisfront bleibt dagegen gemischt. Gar nicht so schlecht sieht es bei den privaten Auftraggebern aus: 21,61 Prozent der Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen konnten im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum etwas bessere Preise für ihre Leistungen erzielen (Oktober 2009: 22,11%). Insgesamt 70,07 Prozent der Firmen gab an, die Entwicklung der Preise sei gleich geblieben (2009: 64,78%).

Bei den Auftraggebern aus Gewerbe und Industrie waren 6,13 Prozent der Landschaftsgärtner in der Lage, leicht höhere Preise als im Vorjahr durchsetzen (Oktober 2009: 5,12%). Für 70,90 Prozent blieb es bei den gleichen Preisen (2009: 68,86%). Durch Preiserhöhungen bei vielen Materiallieferungen können die meisten Unternehmen allerdings keine Renditeverbesserung erzielen.

Die Preise bei den kommunalen Auftraggebern bleiben im Sinkflug: 38,7% der befragten GaLaBau-Unternehmer stellten fest, dass sich nur geringere Preise erzielen lassen. Im Oktober 2009 waren es noch 31,47 Prozent gewesen. 58,47% melden gleiche Preise (Oktober 2009. 63,41%). Gerade 2,82 Prozent der Landschaftsgärtner konnten höhere Preise bei den Kommunen realisieren (Oktober 2009: 5,12%).

Mitarbeiterzahl über den Vorjahren

Entsprechend der insgesamt guten wirtschaftlichen Lage haben die Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus im Schnitt die gleiche Anzahl von Mitarbeitern wie im Frühjahr 2009. Mit statistisch 15,96 Mitarbeitern pro Betrieb liegt die Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer sogar höher als in den Jahren 2008, 2007 und 2006. Wie im Vorjahr gibt es auch in diesem Frühling keinen einzigen Betrieb, der auf Kurzarbeit ist.

Auch in diesem Jahr zeigt sich der Garten- und Landschaftsbau damit unabhängig von der Entwicklung der Baukonjunktur. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind im ersten Quartal 2010 zwar gestiegen, allerdings nur um geschätzte 7 Prozent. Das Auftragsplus speiste sich vor allem aus dem Wirtschafts- und Öffentlichen Bau. Nach Auffassung von Heinrich Weitz, Konjunkturexperte beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, spiegelt sich darin ein seit etwa zehn Jahren zu beobachtender Trend zum Bauen im Bestand, das nur wenige Begrünungsmaßnahmen nach sich zieht. Drei Viertel der Investitionen im Wohnungsbau, so die jüngsten Zahlen aus 2008, gehen inzwischen in den Bestand. cm

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