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BGL-Präsident Redeker mit großer Mehrheit im Amt bestätigt
Freut sich über sein gutes Wahlergebnis: BGL-Präsident Redeker. Foto: Neue Landschaft
Der Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), Hanns-Jürgen Redeker, ist für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Auf dem achten BGL-Verbandskongress in Schwerin wurde er am 12. September mit großer Mehrheit wiedergewählt. Der Hamburger GaLaBau-Unternehmer erhielt 81 von 105 Stimmen der anwesenden Delegierten der Landesverbände. Elf Delegierte votierten mit „Nein“, 13 enthielten sich der Stimme.

Neben dem Präsidenten wurden fünf weitere BGL-Präsidiumsmitglieder gewählt. In ihrem Amt bestätigt wurden die Unternehmer August Forster, Bonn (101 „Ja“-, zwei „Nein“-Stimmen, zwei Enthaltungen), Christoph Hartmann, Berlin (99 „Ja“-, zwei „Nein“-Stimmen, vier Enthaltungen) und Stefan Müller, Weingarten (104 „Ja“-, eine „Nein“-Stimme). Neu im Präsidium sind Helmut Schingen, Petschow (104 „Ja“-Stimmen, eine Enthaltung) und Jürgen Hoppe, Uelzen (99 „Ja-Stimmen, sechs Enthaltungen). Wer von den Gewählten die Aufgaben des Vizepräsidenten, des Schatzmeisters und der Beisitzer übernimmt, bestimmt das BGL-Präsidium auf seiner konstituierenden Sitzung Ende November.

BGL-Präsident Redeker mit großer Mehrheit im Amt bestätigt

GaLaBau-Unternehmer August For-
ster aus Bonn wurde als Präsidi-
umsmitglied bestätigt. Fotos: Neue
Landschaft

Anders als in den vergangenen sechs Jahren gehört dem Präsidium des GaLaBau-Bundesverbandes keine Frau mehr an. Anstelle von Monika Ferchland aus Burg wählten die Delegierten dieses Mal einen Mann. Neben Ferchland schieden auch Ernst Meerkamp, Freising-Achring und Egon Schnoor, Syke aus dem Präsidium aus, weil ihre satzungsmäßig festgelegte Amtszeit in diesem Jahr zu Ende gegangen war. Meerkamp ist weiterhin Vorstandsvorsitzender der GaLaBauEnergy Aktiengesellschaft. Schnoor bleibt für eine Übergangsphase Vorsitzender des BGL-Tarifausschusses.

Zum Auftakt des dreitägigen Kongresses hatte sich Redeker vor rund 200 Teilnehmern hoffnungsvoll gezeigt, dass der Garten- und Landschaftsbau das Jahr 2009 ohne einen Umsatzrückgang abschließen kann. Voraussetzung sei jedoch, dass die Gesamtwirtschaft nun „die Kurve wirklich kriegt“. Grün liege „im Trend und Umweltthemen werden immer populärer“.

BGL-Präsident Redeker mit großer Mehrheit im Amt bestätigt

Neu im BGL-Präsidium: Helmut
Schingen, Petschow war bereits
Vorsitzendes des Fachverbandes

Mecklenburg-Vorpommern.

Redeker forderte die politisch Verantwortlichen auf, den jetzt festzustellenden allgemeinen Aufwärtstrend mit einer „wachstumsfördernden Politik“ zu unterstützen. Insbesondere den kleinen und mittleren Betrieben solle der Staat durch besonnenes Handeln Luft zum Atmen lassen. „Privat vor Staat, das Prinzip der Subsidiarität, muss oberste Priorität haben“, so der BGL-Präsident. Das bedeute „auch in Zukunft darf es keinen gesetzlichen Mindestlohn in unserer Branche geben“. Darin bestünde Einigkeit mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Ein gesetzlicher Mindestlohn im Garten- und Landschaftsbau würde nicht nur eine höhere Arbeitslosigkeit, insbesondere schwächer Qualifizierter, bedeuten, sondern vor allem eine Aufgabe der Tarifautonomie von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Redeker: „Der Staat hat sich aus der Lohnfestsetzung herauszuhalten.“

Politischen Handlungsbedarf stellte der BGL-Präsident bei den Steuern fest. Unternehmer und Arbeitnehmer benötigten in der wirtschaftlich schwierigen Phase ein „leistungsförderndes Steuersystem, das auch der Binnenkonjunktur zu gute kommen sollte“. Niedrigere Steuern – „mehr Netto vom Brutto“ – zugunsten der Steuerzahler und der Konjunktur müssten das Ziel sein. Der GaLaBau wolle Gleichbehandlung und keine Benachteiligung im Wettbewerb. „Der Gesetzgeber sollte hier endlich handeln.“

Redeker wandte sich zugleich gegen eine Überreglementierung durch den Staat. Scharf kritisierte er einen Verordnungsentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium, der den Schutz von Beschäftigten vor übermäßigem Sonnenlicht zum Ziel hat. Das sei weltfremd: „Stellen Sie sich dies in der Praxis vor,“ so Redeker, „wie Sie – insbesondere im Sommer – jeden Morgen vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihre Wetterprognosen abgeben sollen – und wehe, das Wetter ändert sich tagsüber.“ cm

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