| Die Internationale Gesellschaft für naturnahe Badegewässer (IGB) hat sich gespalten. In Meran gründete sich die Internationale Organisation für naturnahe Badegewässer (IOB). Dem neuen Dachverband gehören die nationalen Verbände aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Tschechien sowie die binationale Gruppe für Spanien und Portugal an.
Zum Vorstandsvorsitzenden wurde der Biologe und Schwimmteich-Planer Udo Schwarzer aus Portugal gewählt. Dem Vorstand gehören außerdem Guido Manzke aus Deutschland, Paul Luther aus Italien, Heinz Meier aus der Schweiz und Peter Petrich aus Österreich an. Nach Angaben Schwarzers organisiert die IOB 350 Einzelpersonen und Firmen aus dem Schwimmteich- und Badegewässerbau.
Größter nationaler Verband in der IOB ist die Deutsche Gesellschaft für naturnahe Badegewässer (DGfnB) mit rund 250 Mitgliedern. Auch Einzelpersonen aus Frankreich, England, Australien und Dänemark haben sich angeschlossen. Sitz des neuen Verbandes ist Bremen. Er wurde als Verein nach deutschem Recht eingetragen. Ehrenamtlicher Geschäftsführer ist Stefan Bruns von der Firma Polyplan.
„Unsere wichtigste Aufgabe ist es, den internationalen Austausch zu fördern“, erläuterte Schwarzer der Neuen Landschaft. In berufspolitischen Fragen wolle man Ansprechpartner für das Europäische Parlament und die Europäische Kommission sein. Neben Normen und Regelwerken ginge es dem Verband auch um die Koordination und die Intensivierung der in Mitteleuropa bestehenden Ausbildungsgänge.
Die Neugründung hat eine unerquickliche Vorgeschichte. Im Dezember vergangenen Jahres waren drei der IOB-Gründungsverbände aus dem IGB ausgetreten. Der österreichische Verband wird die IGB zum Jahresende 2009 verlassen. Ursache der Austritte waren konzeptionelle Differenzen mit der IGB-Verbandsführung. Sie hatten sich zu langwierigen, persönlichen Auseinandersetzungen ausgeweitet, die die Verbandsarbeit lähmten. cm
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