Thursday, September 09, 2010 Schrift: Schriftgröße: Normal Schriftgröße: Grö�er
-   Kernbeiträge
GreenCycle berechnet Unterhaltungskosten
  Hans Buser, Florian Brack, Ralf Semmler

GreenCycle ist ein neues Instrument für die Berechung von Unterhaltungskosten für Grünräume. Es ermöglicht Berechnungen über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage. Das EDV-Tool ist aus einem Projekt der Fachstelle Grünflächenmanagement der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), der nateco AG, Gelterkinden und der d.b.g. Datenbankgesellschaft, Falkensee hervorgegangen.

Wenn Hoch- und Tiefbau detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorlegten, konnte der GaLaBau bisher oft nicht mithalten. Foto: Hans Buser
Lebenszyklen von Grünräumen sind unbekannt

Argumentationsnotstand der Grünen Branche

Die Stadt B erstellt im Zuge eines umfassenden Aufwertungsprogrammes neue Grünflächen. Im Rahmen eines Wettbewerbs werden die besten Projekte prämiert und anschliessend gebaut. Die Unterhaltung der neuen Anlagen wird dem Grünflächenamt übertragen, wobei die bisherigen personellen und finanziellen Mittel beibehalten werden.

Die Stadt M will neue Betriebe und zahlungskräftige Bewohner ansiedeln. Dazu werden die Mittel zukünftig vermehrt in Standortförderung und Marketing investiert. In den anderen Bereichen muss somit eingespart werden. Für das Gartenbauamt bedeutet dies ein Minus von 15% bei den zur Verfügung stehenden Mitteln. Dass dadurch das Erscheinungsbild der Grünanlagen nicht leiden darf, versteht sich von selbst, schließlich will sich die Stadt von der besten Seite zeigen.

Dank öffentlicher Ausschreibung ist es der Firma C gelungen, den Aufwand für die Grünflächen in den letzten fünf Jahren massiv zu senken. Langsam fällt den Verantwortlichen aber auf, dass die Verunkrautung in den Rabatten zugenommen hat und die notwendigen Lichtraumprofile nicht mehr überall gewährleistet sind. Die Schäden des letzten Sturms sind auch noch nicht restlos beseitigt. Nach mehrmaliger Mahnung erhält die Leitung die Auskunft, dass der beauftragte Dienstleister in Konkurs gegangen ist.

Solche und ähnliche Schilderungen vernehmen wir in unserer Beratungspraxis immer wieder. Gepaart ist das Ganze häufig mit einer Mischung aus Ratlosigkeit und Resignation. Was sollen wir machen? Wie gehen wir mit solchen Situationen um? Wie reagieren wir?

Das Vorbild aus dem Facility Management

Grün ist „Beigemüse“ im Hoch- und Tiefbau. Nicht zu vergleichen mit den edlen Konstruktionen der Gebäude und der technisch ausgeklügelten Infrastruktur. Die beanspruchen die volle Aufmerksamkeit: Regelmässige Kontrollen, Funktionstest, Updates, Erneuerung von Verschleissteilen usw. Dazu gibt es detaillierte Checklisten und Einsatzpläne, die die Funktionsweise sicherstellen. Ohne diese übernimmt der Lieferant keine Garantie.

Schon bei der Planung und beim Einbau ist klar, welchen Aufwand eine einmal gewählte Konstruktion oder Anlage verursachen wird und mit welcher Lebensdauer dabei zu rechnen ist.

Und im grünen Bereich? Da ist Unterhaltung kaum ein Thema, Erneuerung und Lebensdauer schon gar nicht. Auch die Literatur, so haben unsere Recherchen gezeigt, hilft kaum weiter. Der grüne Bereich hat dieses Thema verschlafen und wird nun mit Nicht-Beachtung oder – noch schlimmer – mit Mittelkürzungen und nicht bezahlten Mehrleistungen bestraft. Wenn alle ihre Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Lebenszyklusüberlegungen auf den Tisch legen, zucken wir mit den Achseln. Im besten Fall leisten wir einen Beitrag im Sinne von „das ist nicht so einfach“.

Das Forschungsprojekt GreenCycle

GreenCycle ermöglicht Berechnungen zum Lebenszyklus einer Anlage. Grafik: d.b.g.
GreenCycle ermöglicht Berechnun-
gen zum Lebenszyklus einer Anla-
ge. Grafik: d.b.g.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen und Beobachtungen hat ein interdisziplinäres Team in den letzten zwei Jahren Versäumtes nachgeholt. nateco AG, Gelterkinden als Beratungsunternehmen im Grünflächenmanagement, d.b.g. Datenbankgesellschaft, Falkensee als Datenbankentwickler für Baumkontrolle und Grünflächenunterhaltung und die Fachstelle Grünflächenmanagement der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben ein gemeinsames Forschungsprojekt durchgeführt, das von den Schweizer Behörden finanziell gefördert wurde.

Die Arbeiten des Forschungs- und Projektteams wurden durch drei Stadtgärtnereien und ausgewählte Branchenvertreter der Berufsverbände BSLA (Landschaftsarchitekten), VSSG (Stadtgärtnereien), Jardin Suisse (Gärtnermeister) und VSS (Strassenfachleute) begleitet. Diese standen für die Diskussion von Fachfragen bereit. Die beteiligten Stadtgärtnereien haben Testobjekte zur Verfügung gestellt, die der Verifizierung der erarbeiteten Daten dienten.

Ziel des Projektes war das Zusammenstellen von Datengrundlagen über den gesamten Lebenszyklus der unterschiedlichen Grünflächen. Die erarbeiteten Daten wurden in ein EDV-Tool integriert. Daten zum Lebenszyklus von Grünflächen sind somit heute auf dem Markt verfügbar. Sie werden unter dem Namen GreenCycle vertrieben.

Lebenszyklen in der Praxis

Wie stellt man Lebenszyklen von Grünräumen dar?

Grünräume sind komplex strukturiert. Der Aufwand für deren Unterhaltung ist entsprechend von vielen Faktoren abhängig:
• Grünräume können in unterschiedliche Grünflächentypen (Rasen, Wiesen, Bäume, usw.) unterteilt werden. Diese lassen sich fast beliebig differenzieren (der Grünflächentyp Rasen z.B. in Gebrauchsrasen, Sportrasen, Bolzrasen, Strapazierrasen, usw.).
• Der Unterhaltungsaufwand ist abhängig von der Lebensphase, also vom Alter des Grünflächentyps (vor allem bei den Gehölzen wichtig).
• Die einzelnen Grünflächentypen unterscheiden sich im Aufwand je nach Pflegestandard, nach Nutzungsintensität, nach Zugänglichkeit, nach eingesetzten Maschinen, nach vorhandenen Hindernissen, usw.

Das Interesse der Anwender konzentriert sich auf die Kosten für Bau, Unterhaltung und Erneuerung von Grünflächen im Verlaufe eines Lebenszyklus. Die Frage „Was kostet es?“ stand auch im Fokus unserer Begleitgruppe. Für das Lebenszyklusmodell wurden daher Daten über den Aufwand im Verlauf des gesamten Lebenszyklus erarbeitet und zusammengetragen:
• Es wurden rund 90 Grünflächentypen definiert. In GreenCycle werden sie Profile genannt.
• Für jedes Profil sind drei Pflegeklassen festgelegt (von intensiver Pflege bis extensiver Pflege)
• Pro Profil sind drei bis fünf Lebenszyklusphasen definiert (Standardphasen sind Bau, Gebrauch und Rückbau)
• Der Aufwand für die Unterhaltung wird pro Profil, Pflegeklasse und Lebenszyklusphase festgelegt. Es wird unterschieden in Arbeitsaufwand, Maschinenaufwand, Materialaufwand und Aufwand für Drittleistungen.
• Der zeitliche und finanzielle Aufwand wird für eine Einheit pro Jahr festgelegt. Die Einheit variiert je nach Profil (m2, m, Stck.).
• Der Aufwand für die Unterhaltung lässt sich mit sechs sogenannten „kostentreibenden Faktoren“ (z.B. intensive Nutzung) und zwei „kostenmindernden Faktoren“ (z.B. große Flächen) zusätzlich steuern.

Best Practice-Ansatz

Das festgelegte Datenmodell gibt eine klare Struktur für die Aufwandsberechnungen vor. Im Laufe der Erarbeitung der konkreten Inhalte zeigte sich, dass der Markt äußerst heterogen ist. Detailliert untersucht wurde dies anhand der Unterhaltung eines Baumes. Verschiedene Erhebungen in der Literatur, bei Unternehmern und bei Stadtgärtnereien zeigten folgendes Bild für den Unterhaltungsaufwand pro Baum und Jahr:

Laubbaum      sFr./Jahr und Stück           in Prozent des Durchschnitts
Literatur a          sFr.   74,00                                 51 %
Literatur b          sFr. 350,00                               239 %
Literatur c          sFr. 145,00                                  99 %
Markt a              sFr. 120,00                                  82 %
Markt b              sFr.   42,00                                  29 %
Durchschnitt      sFr. 146,00                                100 %

Andere Grünflächentypen zeigten ähnliche, wenn auch weniger extreme Abweichungen:

Wechselflor   sFr./Jahr und Stück            in Prozent des Durchschnitts
Literatur a        sFr. 41,00                                    38 %
Literatur b       sFr. 100,00                                   93 %
Markt a           sFr. 150,00                                  139 %
Markt b           sFr. 140,00                                  130 %
Durchschnitt   sFr. 146,20                                  100 %

Hecke              sFr./Jahr und Stück              in Prozent des Durchschnitts
Literatur a       sFr. 26,00                                   117 %
Literatur b       sFr. 40,00                                   180 %
Markt a            sFr. 15,00                                    67 %
Markt b            sFr.   8,00                                    36 %
Durchschnitt     sFr.  5,19                                   100 %

Erläuterung: Literatur = Angaben aus Gutachten, Büchern; Markt = Erfahrungswerte ausgewählter Anbieter.

Es ist offensichtlich, dass beispielsweise mit den oben dargestellten Zahlen für die Unterhaltung von Bäumen nicht in jedem Fall dieselben effektiv erbrachten Leistungen verbunden sein können. Die breite Streuung der Marktzahlen wurde mit der Begleitgruppe intensiv diskutiert. Als Ergebnis der Diskussion wurde festgehalten, dass GreenCycle einen Best-Practice-Standard festlegt. Es wurden also Arbeitsweisen und Pflegestandards für die Berechnung eingesetzt, die mustergültige Resultate liefern sollen. Als Basis für den Best-Practice-Standard dienten die Vorgaben aus dem Normpositionenkatalog der Schweiz (NPK 181 und NPK 184) sowie die zugehörigen Richtpreise 2008 der Branchenvereinigung „Jardin Suisse“. Diese Daten und Angaben wurden hinterfragt und sind in Absprache mit Fachleuten aus der Praxis wo nötig angepasst worden. Sämtliche Standards sind ausführlich dokumentiert und in einem Handbuch festgehalten.

Die Software GreenCycle

Die Fachstelle Grünflächenmanagement der ZHAW hat im Rahmen der zweijährigen Forschungsarbeit rund 50.000 Kennwerte zusammengetragen, überprüft und festgelegt. Um diese Informationen für konkrete Berechnungen zugänglich zu machen, wurde die Software GreenCycle entwickelt. Damit können in übersichtlichen Schritten Berechnungen angestellt werden. Sämtliche Daten aus dem Forschungsprojekt sind in der Software hinterlegt. Damit sind die Grundlagen für Lebenszyklusbetrachtungen von Grünräumen gegeben. Folgende Funktionen stehen in GreenCycle zur Verfügung:
• Die zu berechnenden Objekte können mit der Software erfasst, mutiert und kopiert werden.
• Daten zu den Objekten können importiert werden. Somit können bestehende Daten einfach in GreenCycle verwendet werden.
• Für die Berechnung der Lebenszykluskosten von Objekten steht eine flexible Abfragemaske zur Verfügung, die vielfältige Auswertungen ermöglicht.
• Sämtliche Auswertungen können in GreenCycle tabellarisch und graphisch dargestellt werden. Sie lassen sich in andere Programme exportieren und so weiter bearbeiten.
• Die Profile können ausgewertet werden.
• Es können neue Profile erfasst oder bestehende Profile angepasst werden.

Bewährungsprobe in der Praxis

Zielgruppen

Der Markt besteht einerseits aus privaten und öffentlichen Institutionen, die Investitionen in Grünräume tätigen oder planen. Diese und die beratenden und planenden Instanzen haben ein Interesse an einer nachhaltigen und langfristig gesicherten Investition. Andererseits ist GreenCycle ein Instrument zur Überprüfung und Optimierung der Arbeiten in den Kommunen und Unterhaltungsbetrieben.

Anwendungen

Die Projektpartner setzen GreenCycle nun seit gut einem halben Jahr in der Beratungspraxis ein. Die Anwendungsbeispiele sind jetzt schon sehr vielfältig:
• Mit Hilfe von GreenCycle wurden in verschiedenen Kommunen die Aufwendungen für den Grünflächenunterhalt überprüft. Die Gemeinden wollten die Plausibilität und Effizienz der geleisteten Arbeiten nachweisen. Es konnte in der Regel gezeigt werden, dass die Aufwendungen gerechtfertigt waren. Es ergaben sich aber auch Hinweise, wie die Prioritäten in der Grünflächenunterhaltung in Zukunft zu setzen sind und wo Sanierungen unumgänglich sind.
• GreenCycle dient bereits in verschiedenen Gemeinden und Gartenbaubetrieben dazu, die Standards für die Unterhaltung der Grünflächen klar zu definieren. Dies bietet gerade in grösseren Betrieben den Vorteil, dass die Qualität einheitlich garantiert und gegenüber den Kunden auch kommuniziert werden kann.
• Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens für die Grünflächenunterhaltung sind die Werte der Anbieter überprüft und beurteilt worden. Das Hauptaugenmerk galt dabei der Aufdeckung von offensichtlichen Dumpingangeboten, die mit zu hohem Risiko für den Auftraggeber verbunden waren.
• Ein Landschaftsarchitekt musste dem Investor aufzeigen, dass seine Neuprojektierung im Vergleich zur Ist-Situation in der Pflege kostengünstiger ausfällt. Mittels eines Vergleichs der aktuellen mit den zukünftigen Unterhaltungskosten ist es gelungen, ein Sparpotential von 20 Prozent nachzuweisen.
• Der künftige Leiter der Abteilung Friedhöfe, wollte wissen, wie die vorhanden Personalressourcen im Vergleich zu den benötigten stehen. Mittels Hochrechnung der anfallenden Unterhaltungskosten in den kommenden Jahren konnte Klarheit geschaffen werden, ob zusätzliches Personal benötigt wird, oder ob die Friedhofsmitarbeiter noch zusätzliche Arbeiten übernehmen könnten.

Weitere Möglichkeiten für den Einsatz sind:
• Vergleiche verschiedener Projektvarianten in Bezug auf die Unterhaltungskosten,
• Berechnung der notwendigen Aufwendungen für die bauliche Sanierung von Anlagen, inkl. Aussagen zur Terminierung der Arbeiten,
• Modellrechnungen für die Steuerung des Unterhaltes z.B. durch unterschiedliche Einstufungen in die Pflegeklassen. Eine Berechnung des Aufwands unter unterschiedlichen Vorgaben kann Sparpotentiale aufdecken.

GreenCycle für Deutschland

Pilotprojekte laufen

In Deutschland wurde GreenCycle 2009 einigen Universitäten, Landschaftsarchitekten und Städten vorgestellt. Das Interesse an dem Verfahren und den Erfahrungen, die in der Schweiz gesammelt wurden, ist sehr groß, so dass zwei Projekte auf den Weg gebracht wurden.

Dabei handelt es sich zum einen um das Projekt „offener Datenaustausch zu Umweltsachdaten“ mit dem Ziel der Unterstützung und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und Erhaltung des Stadtgrüns unter klimatischen, ökologischen, soziologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zur zukunftsorientierten Entwicklung der Stadt Potsdam.

Zum zweiten läuft eine Diplomarbeit mit dem Thema „Folgekosten als Gestaltungsgröße im Entwurf“. In der Arbeit soll anhand eines Beispielentwurfes gezeigt werden, wie planerische Elemente und Entscheidungen die Folgekosten beeinträchtigen und wie diese als Kalkulations- und Entscheidungsmittel durch das Programm GreenCycle im Entwurf berücksichtigt werden können. Im Rahmen dieser Diplomarbeit, die von Frau Prof. Dipl.-Ing. Cordula Loidl-Reisch und BA Hons. DIP Hons. Simon Colwill von der Technische Universität Berlin, Fachgebiet Landschaftsbau/Objektbau, betreut werden, werden drei unterschiedliche Beispielentwürfe für das Areal um die Ruine der Klosterkirche und der historischen Stadtmauer Berlins entwickelt. Diese werden anschließend mittels GreenCycle auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht. Einer der Entwürfe soll darauf hin mit GreenCycle weiterentwickelt und optimiert werden, um somit eine qualitätsvolle Freifläche mit hoher Rentabilität in den Folgejahren zu erhalten. Durch den dargestellten Prozess soll zum Einen die Funktionsweise von GreenCycle im Entwurf getestet werden. Zum Anderen wird dargestellt, wie das Programm als Entscheidungshilfe für den Bauherrn aber auch als Argumentationsgröße für den Planer eingesetzt werden kann.

Erwartete Resultate

In beiden Projekten werden grundlegende Daten erarbeitet, die die Prozesse unter deutschen Rahmenbedingungen abbilden. Mit jedem neuen Projekt wächst die Datenbasis stetig. Da der Datenbestand problemlos auf regionale Gegebenheiten durch den Planer angepasst werden kann, können auch für kleinere Projekte, z.B. eine Wohnumfeldverbesserung, realistische Kosten berechnet werden. Mit einer umfangreichen Datenbasis ausgestattet, kann GreenCycle in Deutschland auch Großprojekte wie Landes- und Bundesgartenschauen darstellen und ein Instrument zur Abschätzung der finanziellen Risiken nach dem Rückbau sein. Erste Anfragen liegen vor und werden vom Institut für Stadtgrün, Berlin, betreut.

GreenCycle entwickelt sich

Das Interesse an GreenCycle ist gross. Erste Programme sind im Einsatz und verkauft. In der Schweiz hat sich die Vereinigung der Schweizerischen Stadtgärtnereien (VSSG) mit dem Projekt „Kosten öffentliches Grün“ zum Ziel gesetzt, die Daten von GreenCycle für ihre Zwecke zu optimieren. In den Jahren 2010 und 2011 sollen in zahlreichen Objekten in der ganzen Schweiz die Arbeiten der Gärtner detailliert erfasst werden. Diese Daten dienen als Grundlage für einen „Datenkatalog VSSG“ in GreenCycle. Damit sollen Standards für alle Städte gesetzt werden, die dann auch gemeinsam durchgesetzt werden können.

Für das Projektteam war es zentral, dass die Datenmodelle in GreenCycle flexibel gehandhabt werden können. Das erlaubt eine laufende Optimierung der Grundlagen. Die Projektpartner haben zur stetigen Optimierung und Verfeinerung der Software an die Praxis einen gemeinsamen Fond eingerichtet, in welchem Umsatzanteile zur Weiterentwicklung der Software einbezahlt werden. Damit sämtliche Anwender von diesem Fortschritt profitieren können, sind regelmässige Updates der GreenCycle-Datenbasis vorgesehen.

In GreenCycle sind in Zukunft Berechnungen möglich, die außer den ökonomischen auch ökologische und gesellschaftlich relevante Aspekte berücksichtigen. Damit wird GreenCycle zu einem umfassenden Tool für eine nachhaltige Gestaltung und Unterhaltung von Grünräumen. Im Rahmen des schweizerischen Forschungsvorhabens ist ein Set von Indikatoren entwickelt worden, das für diesen Zweck eingesetzt werden kann. Das aktuelle Nachhaltigkeitstool steht vorerst als Excel-File zur Verfügung.

SERVICE
Aktuelle Ausgabe
Aus dem Inhalt
Unternehmens-Insolvenz als Chance?
Kosten von der Skizze bis zum Nachtrag kalkulieren
Bauzeitenplan als Steuerungsinstrument in der Bauablaufplanung
Marketing - vier Seiten der gleichen Medaille
Integration von "mobilen" Arbeitsplätzen in technologisch optimierte Unternehmensabläufe
mehr...
GaLaBau-Wissen
GaLaBau Wissen
„Es klappert die Mühle…“ – Teil 2
Noch immer klappert die Mühle am rauschenden Bach. Bevor Wasser fließen kann, muss erstmal das Bachbett abgedichtet werden. Im ersten Artikel habe ich schon die verschiedenen Möglichkeiten genannt. Für uns kam nur die Variante „Folie“ in Frage. 
mehr...
Alle Artikel

Patzer Verlag Berlin Hannover
Koenigsallee 65, 14193 Berlin, Tel.: 030 - 89 59 03-0  | Alter Flughafen 15, 30179 Hannover, Tel.: 0511 - 674 08-0 
 

AktuellesAboShopMediadatenKontakt | Verlag | TerminkalenderBaubörse | Leistungs- und Lieferverzeichnis | Archiv | Links | Newsletter 

Copyright 2008 Patzer Verlag GmbH & Co. KG   Impressum Login